Gemeinschaftspraxis für Zahn-, Mund-
und Kieferheilkunde

DR. MED. DENT

ANDREAS GORDEN

Gnathologie

DR. MED. DENT

BETTINA POLL

Oralchirurgie · Implantologie (M.Sc.)

Ernährung · Du bist, was Du ißt!

Ob das hundertprozentig so stimmt sei dahingestellt. Sicher ist allerdings, dass unsere Ernährung einen großen Einfluß auf unser körperliches und geistiges Wohlbefinden ausübt. Dieses spiegelt sich auch deutlich in unserer Mundflora wieder.

Besonders während des Wachstums und in der Kindheit sollte die Nahrung besonders die Dinge enthalten, die der Körper zur Bildung von Knochen und Zähnen benötigt.

Eine ausgewogene Ernährung sollte Milch, Eier, Vollkornprodukte, Obst und Gemüse enthalten. Für die Festigkeit der Knochen und die Härte der Zähne sind die darin enthaltenen Mineralien wie Calcium, Phosphor und Fluoride sowie die Vitamine A, C und D von besonderer Wichtigkeit.

Laut der Deutschen Gesellschaft für Ernährung werden jährlich etwa 40 Milliarden Euro für die Therapie ernährungsbedingter Krankheiten ausgegeben. Karies, Zahnfleischerkrankungen und Zahnstein tragen einen erheblichen Teil dazu bei. Es besteht ein unmittelbarer Zusammenhang zwischen Ernährung, Ernährungsgewohnheiten und deren Auftreten. Die Nahrung liefert die Grundlage für den gefährlichen, mikrobiellen Zahnbelag.

Vermeiden Sie süße Zwischenmahlzeiten!

Ernährung Vermeiden Sie die in der Werbung so angepriesenen süßen Zwischenmahlzeiten, denn meist werden nach einer Zwischenmahlzeit weder die Zähne geputzt, noch sind die meisten dieser Zwischenmahlzeiten ernährungsphysiologisch wertvoll. Sie können sogar ganz im Gegenteil zu einer einseitigen Mangelernährung führen.

Hochmolekulare Kohlenhydrate sind - bei kurzer Verweildauer in der Mundhöhle - nur geringfügig karieserregend. Niedermolekulare Kohlenhydrate - wie Haushalts-, Malz-, Trauben- oder Fruchtzucker werden dagegen schnell zu Säuren abgebaut und fördern deshalb stark die Kariesbildung.

Auch hinter Begriffen wie Glucose, Maltose oder Fructose verbirgt sich Zucker!
Nach etwa 200 Säureangriffen entsteht die erste Karies, nach etwa 500 bis 1.000 entstehen die ersten "Zahnlöcher". Das heißt nichts anderes als: je mehr Zucker, desto mehr säurebildende Bakterien, desto mehr Säure!

Regelmäßige Mundpflege ist unabdinglich!

Ernährung Durch das Vermeiden erneuter Zahnbeläge (Plaque) mit systematischer Mundhygiene und kontinuierlicher Zufuhr von Fluoriden in niedriger Konzentration, kann die Remineralisation unterstützt werden und der Beginn einer Karies wird auf diese Weise verhindert.

Während Karies das Resultat der Säureproduktion von Mundbakterien in der Plaque darstellt, ist die Erosion das Ergebnis von Säureeinwirkung auf der Zahnoberfläche.

Die Säure kann von außen mit der Nahrung in die Mundhöhle gelangen aber auch vom Magen her, durch eine Ernährungsstörung, Sodbrennen, Schwangerschaftserbrechen oder eine Refluxerkrankung.

Schon ein drei- bis fünfminütiger Kontakt mit Fruchtsäuren erweicht die Schmelzoberfläche der Zähne. Bei Orangensaft nimmt die Härte der Schmelzoberfläche durchschnittlich um 17% ab.

Genügend Kauen bringt viele Vorteile mit sich.

Für die dauerhafte Gesunderhaltung des Zahnhalteapparates ist es wichtig, dass wir genügend intensiv kauen! Industriell hergestellte Nahrungsmittel wie Fast Food sind so weich, dass das richtige Kauen regelrecht verlernt wird - es wird mehr geschlungen als gegessen.

Für den Zahnhalteapparat ist das Kauen aber eine Art Bodybuilding. Wird es vernachlässigt, kann es zum Abbau des knöchernen Zahnbettes kommen - Parodontitis kann die Folge sein. Menschliches Gewebe, das nicht benutzt wird, baut der Körper ab!

Mit der Zerkleinerung der Nahrung im Mund beginnt bereits die Verdauung und es werden Verdauungsenzyme produziert. Wird dieser Vorgang weggelassen oder nicht genügend praktiziert, können Verdauungsprobleme entstehen.

Es ist eine gute Übung einmal bewußt jeden Bissen 20-30 mal zu kauen, bevor man ihn herunterschluckt. Auch ist dieses eine gute Methode zur Gewichtsreduktion, da sich das Sättigungsgefühl früher einstellt.

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