Gemeinschaftspraxis für Zahn-, Mund-
und Kieferheilkunde

DR. MED. DENT

ANDREAS GORDEN

Gnathologie

DR. MED. DENT

BETTINA POLL

Oralchirurgie · Implantologie (M.Sc.)

 

Seitenbild Gorden Poll

Knochenaufbau (Augmentation)

Ist im Kiefer eines Patienten nur ein geringes Knochenangebot vorhanden, können wir mit eigenem oder künstlichem Knochenmaterial eine neue Knochensubstanz aufbauen. Auf diese Weise kann verloren gegangenes Knochenvolumen wieder aufgebaut werden. Dies ist besonders wichtig, wenn die Patientin oder der Patient ein Implantat wünscht.

Möglichkeit 1: Gleichzeitiger Knochenaufbau.

Beim Knochenaufbau unterscheiden wir grundsätzlich zwischen gleichzeitiger und vorausgehender Augmentation.

Ist der Knochendefekt nur relativ klein, kann der Knochenaufbau zusammen mit der Implantation vorgenommen werden. Der Aufbau wird dann meist mit künstlichem Knochenersatzmaterial vorgenommen, welches in einem Zeitraum von ca. sechs bis zwölf Monaten von dem eigenen Knochen durchwachsen wird. Durch das künstliche Knochenersatzmaterial wird die Entnahme von Eigenknochen überflüssig. Das bedeutet auch, dass kein zweites Wundgebiet entsteht.

Möglichkeit 2: Vorausgehender Knochenaufbau bei größeren Knochendefekten.

Ist der Knochendefekt größer, sollte die Augmentation vorausgehen. In diesem Fall setzen wir körpereigenes Knochenmaterial ein. Das Eigenknochenmaterial wird meist hinter dem letzten Zahn im Unterkiefer (Retromolarraum) oder in der Kinn-Region entnommen. (Nur bei sehr großen Knochendefekten ist eine Knochenentnahme außerhalb des Mundes erforderlich. Diese erfolgt dann meist in der Beckenkamm-Region.)

Erfolgt eine vorausgehende Augmentation, kann das Implantat erst nach ca. sechs Monaten eingesetzt werden, da der neue Knochenaufbau erst mit dem Kieferknochen zusammenwachsen muss.

Nachteile einer vorausgehenden Augmentation: Es erfolgt eine erhöhte Anzahl an operativen Eingriffen und es entsteht durch die Knochenmaterialentnahme ein weiteres Wundgebiet.