Gemeinschaftspraxis für Zahn-, Mund-
und Kieferheilkunde

DR. MED. DENT

ANDREAS GORDEN

Gnathologie

DR. MED. DENT

BETTINA POLL

Oralchirurgie · Implantologie (M.Sc.)

Die Zystenentfernung

Die Zyste ist ein dreidimensionaler Hohlraum, der sich meist mit sekretartiger Flüssigkeit anfüllt. Die Ursache für eine Zyste geht meistens von einer Entzündung im Bereich der Wurzelspitze aus.

Möglich ist aber auch, dass sich eigene Körperzellen, die normalerweise dort nicht vorhanden sind, zu einer Zyste ausgewachsen haben.

Im Röntgenbild stellt sich eine Zyste wie ein leichter Schatten dar und sieht fast wie ein "Loch" im Kieferknochen aus.

Zysten müssen unbedingt entfernt werden.

Wird die Zyste nicht entfernt, kann der Hohlraum immer größer werden. Denn die Zyste dehnt sich meist immer weiter aus, was Druck auf angrenzende Zähne und den Kieferknochen ausübt. Der Kieferknochen weicht der Zyste sozusagen aus, in dem er sich an der Stelle "zurückbildet". Das wiederum birgt die Gefahr einer Lockerung des Zahnes bis hin zum Verlust.

Bösartige Entartungen in Form eines Tumors sind selten. Sie können durch eine frühzeitige Entfernung der Zyste auch gänzlich vermieden werden.

Entfernung der Zyste unter örtlicher Betäubung.

Der Eingriff erfolgt durch eine kleine Öffnung des Zahnfleisches und des Kieferknochens im Bereich der Zyste. Das Zahnfleisch wird dabei schonend vom Zahn abgelöst. Mit Spezialinstrumenten wird die Zyste ausgeschält und ggf. entzündetes Gewebe entfernt. Anschließend wird das Zahnfleisch wieder angelegt und mit wenigen Stichen vernäht. Der Knochen bildet sich im Bereich der entfernten Zyste in der Regel fast vollständig wieder neu und schließt so den entstandenen Hohlraum. Dies kann rund ein halbes Jahr dauern. Um das Schmerzempfinden ganz auszuschalten, erfolgt auch dieser Eingriff unter örtlicher Betäubung.

Herdgeschehen bei Nichtentfernung einer Zyste.

Wie wir unter Herddiagnostik bereits beschrieben haben, kann eine nicht entfernte Zyste zu einem Dauer-Krankheitsherd im Kiefer mit all seinen dort beschriebenen Folgen werden. Für Ihre Gesundheit ist es also unabläßlich, einen solchen potentiellen Herd zu verhindern.

Übrigens auch bei der Zystenentfernung können wir in Absprache mit Ihnen eine Behandlung im Dämmerschlaf/Tiefschlaf oder auch unter Vollnarkose wählen. Eine besondere Behandlungshilfe für Patienten mit ausgeprägter Zahnarztangst kann auch der zusätzliche Einsatz von Hypnose sein. Siehe hier auch unter Möglichkeiten bei Zahnarztangst und unter Behandlungen unter Hypnose.